Was von den Träumen bleibt


Von all den maßlosen Luftschlössern blieb wenig mehr als ein paar Ruinen - und es ist einsam geworden in ihren brüchigen Mauern

Wo geschäftige Leichtigkeit ihr Heim hatte - wie die Kleinlichkeit; wo Hingabe fiebrige Unrast zu besänftigen verstand und unerträgliche Trauer wütete, ist nichts als Ernüchterung geblieben

Ein arg zerzauster Hochmut durchsucht die dysfunktionalen Reste des eigenen Regiments nach plausiblen Ausflüchten

In einer Nische klaubt zusammen, was von Selbstgewissheit und Honigsüße übrig ist

Wann immer der Herbstwind vergilbte Illusionen und Ängste raschelnd durch die endlosen Fluchten treibt - imaginiert die Sehnsucht verwehte Harmonien

Weinerliche Selbstbezichtigung ritzt verbrauchte Vorsätze und Versprechen in die Häute des Mauerwerks - wie Menetekel für ein Morgen, das nichts als eine trübe Einsicht vom Gestern trennt.

Listet treulich gehaltene, wie vorsätzlich gebrochene Schwüre - unterschlägt auch die geflissentlich entfallenen nicht

Erinnert an planvolle Wortbrüche, zählt sie so mitleidlos auf, wie jene schulterzuckend abgetanen, die stets die bleibenden Wunden schlugen

Hingegen Stellenwerte wie: "Erwartungen" , "Zuversicht“ , oder "Befürchtungen“ längst zu bedeutungslosen Silben zerfallen sind.

… und selbst die Unversöhnlichkeit irrlichtert, weil auch von ihr nicht mehr übrig ist, als fader Nachgeschmack